Technik an Bord Ihres Wohnschiffes

 

Der wichtigste Aspekt für Ihr zukünftiges „Bordnetz“ ist eine solide Planung. Der Aufwand für zusätzliche Ein- und Umbauten vervielfacht sich erfahrungsgemäß, wenn man am Anfang versäumt alle wichtigen Komponenten einzubeziehen. Alle Bereiche für Versorgung mit Energie, Wasser, Abwasser, Regenerative Energien, Automation und nicht zuletzt der Schiffssteuerung sollten in einem Energiekonzept von unseren Fachleuten geplant werden. Hier spielen neben den Kosten weitere Faktoren eine Rolle wie zB. Gewicht und Gewichtsverteilung (Trimm). In den meisten Fällen macht es Sinn, zu Beginn eine koplette Energiebilanz zu erstellen, indem Sie die Leistung (Wattzahlen) aller genutzten Geräte

 

Da die meisten Liegeplätze in Deutschland über einen mit 16A gesicherten Stromanschluss und einen mobilen Zugang zu Trinkwasser verfügen,  sind Fragen für die Summe der Stromabnehmer im Schiff insgesamt genauso von Bedeutung wie die nach der Trinkwasserversorgung im Winter, wenn in den meisten Marinas das Wasser wegen Frostgefahr abgestellt wird. Für beide Fragen bietet Mare die richtigen Antworten, die sowohl den Schiffs-Trimm wie auch Ihren Geldbeutel nicht überlasten. Die richtige Ladetechnik in Verbindung mit einem Generator oder einer eigenen PV-Anlage auf dem Salondach und eine eigene Trinkwasseraufbereitung, die das Wasser direkt unter dem Schiff ansaugt und auch im Winter läuft, lösen inzwischen die meisten Versorgungsprobleme. Für ein ausreichend dimensioniertes E-System mit Ladegerät, Inverter und Trenntransformator sollten Sie je nach Schiffsgröße zwischen 8.000 und 12.000 € einplanen.

 

Solaranlagen können eine sinnvolle Ergänzung für Ihr Bordnetz darstellen, wenn Sie über ausreichend Dachfläche und eine solide Dachkonstruktion mit genug Tragkraft verfügen. PV Module wiegen i.d.R. ca. 25 kg/qm. Für die Erzeugung von 1KW Leistung benötigen Sie etwa 8qm Kollektorfläche, was bei einer 3KWp – Anlage bereits 600kg zusätzliches Gewicht auf das Dach bringt. Die Anlage inklusive der benötigten Technik zur Speicherung und Umwandlung sollte in jedem Fall symmetrisch verteilt und auf der Schiffsachse untergebracht werden.

 

Um auch beim Fahren immer die Kochfunktion nutzen zu können, machen Gasherde auch auf größeren Wohnschiffen Sinn vor allem in Ergänzung des landgebundenen Ceran- oder Induktionsherdes. Das Medium ist fast überall zu bekommen und leicht zu verstauen.  Außerdem haben Sie den Vorteil der Redundanz, wenn Sie auch an Land auf den Gaskocher zurückgreifen können, sollte es keinen oder zu wenig Strom geben oder der Ceranherd einen Defekt hat. Auf Wassersportfahrzeugen müssen alle gasbetriebenen Geräte dem Merkblatt G 608 bzw. der Norm ISO 10239 entsprechen. Größere Gasflaschen zB. Für 11kg müssen der Norm entsprechend in belüfteten Kästen außerhalb des Wohnraumes untergebracht werden.

 

Um Schwierigkeiten bei der Tankgröße, Gewicht und die Servicegebühren bei der Entsorgung zu umgehen, raten wir unseren Kunden zur Installation einer 2 Kammer-Mini-Kläranlage, die von Ihrer Größe gut im Schiffsrumpf bzw. Ponton untergrbracht werden kann. Der Aufwand für Wartung und Entsorgung der Rückstände sinkt enorm und das gesäuberte Wasser darf ohne Probleme wieder eingeleitet werden. Größe und Kapazität planen wir je nach Anzahl der Nutzer Ihres Wohnschiffes.

 

Zur Frischwasserversorgung nutzen Sie Wasser aus den Tanks, die fest in die Schwimmer integriert sind. Da dieses Wasser aber nach einigen Tagen seinen Geschmack ändert, kann eine kleine Trinkwasseraufbereitung in der Küchenzeile integriert werden. Soll das Wohnschiff ganzjährig genutzt werden, macht so eine Anlage auch in einer etwas gößeren Variante Sinn, die das Wasser direkt unter dem Schiff fördert und anschließend reinigt. In diesem Fall sind Sie von einem Trinkwasseranschluss gänzlich unabhängig. Die Kosten für das Tanken entfallen, Sie schleppen nie mehr kistenweise Mineralwasser an Bord und Sie haben auch im Winter immer Frischwasser zur Verfügung.

 

Beim Thema Heizen und Kühlen kommen viele Möglichkeiten für Hausboote ins Spiel. Nutzen Sie einen Teil der Dachfläche für eine Photovoltaikanlage, statt als Terrasse, können Sie mit der gewonnenen Energie aus dem Temperaturgefälle zwischen dem Gewässer und der Umgebungsluft gut eine bordeigene Wärmepumpe betreiben. Inzwischen gibt es hier Geräte, die sowohl von den Maßen, wie auch der Geräuschentwicklung gut in Hausbooten installiert werden können. Großer Vorteil einer solchen Anlage: Sie müssen nicht tonnenweise fossile Brennstoffe in den Schwimmern lagern, sparen Gewicht und tun etwas für die Umwelt, die Ihnen dafür unbegrenzt Energie liefert. Sind Sie unterwegs und die Sonne scheint nicht ausreichend, sollten Sie in dem Fall immer einen Benzin- oder Dieselgenerator dabei haben bzw. einen Satz volle AGM –oder Schiffsbatterien (8 Stk) mit Ladegerät, um den elektrisch arbeitenden Wärmetauscher zu betreiben.

 

Für die Übergangszeit und auf kleineren Hausbooten können gasbetriebene Warmluftgebläse eine sinnvolle Lösung sein, deren Öffnungen sinnvoll in den Möbeln plaziert werden und schnell alle Räume erwärmen. Diese sind aber nicht für den Dauerbetrieb über den Winter geeignet und die Verlegung der Schläuche sollte zu Beginn mitgeplant werden. Da eine Gastherme aus der Haustechnik weniger zu einem Schiff passt, weil der Brenner oft keine Schwankungen verträgt und sich in der Folge ausschaltet, kommen für Hausboote auch Ölheizungen in Frage, deren Heizwasserkreislauf das Warmwasser bereitstellt und eine Fußbodenheizung versorgt.

 

Kamine und hier speziell Heizkamine stellen eine beliebte Erweiterung der technischen Möglichkeiten auf einem Hausboot dar. Inzwischen gibt es Pellet-Kamine mit Glasscheibe und einem schönen Feuerbild, die sich sehr gut in einem Schiffsalon machen und die nebenbei sogar Warmwaser erzeugen. Nichts ist gemütlicher, als abends im Winter im Salon Ihres Hausbootes auf dem gefrohrenen See zu liegen und den Kamingeräuschen zu lauschen. Nutzen Sie einfach den enormen Stauraum einer der beiden Schwimmer Ihres Wohnschiffes als Pelletlager. Immerhin haben Sie insgesamt ca. 20 Qubikmeter Stauraum zur Verfügung. Den Einbau und die Abnahme eines Kamines muss der Kaminbauer separat vornehmen, die baulichen Voraussetzungen an Boden, Dach und Wand sowie den passenden Stauraum für Holz oder Pellets planen wir für Sie.

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